Sind Christen fundamentale Spinner?

1213710_35616874In den Medien und in Gesprächen mit „aufgeklärten“ Menschen werden wir als Christen oftmals als Fundamentalisten abgestempelt. Wir würden unsere Augen vor wissenschaftlich bewiesenen Tatsachen wie der Evolutiontheorie verschließen.

Doch es gibt berechtigten Zweifel an Darwins Theorie. Die Mechanismen, die auch heute noch den Kern der Selektionslehre darstellen, reichen nicht aus um dem Anspruch Darwins zu genügen, die Entstehung der Arten zu erklären. Darüber hinaus sind auch die historischen „Belege“ (z. B. Fossilienfunde) nicht in der Lage die Evolutionstheorie widerspruchslos zu bestätigen.

Dieser „Predigt-Nachtisch“ kann das Thema nur anreißen. Wer sich tiefer mit Evolutionstheorie und Glauben beschäftigen will, dem kann ich die Lektüre der unten angeführten Quellen empfehlen.

Theorie…

1. Die Mechanismen der Selektionslehre sind zufällige, ungerichtete Mutationen und umweltbedingte Selektion (natürliche Auslese). Selektion ist jedoch ein passiver Prozess, der vorrangig die „nicht-gut-genug-Angepassten“ aussortiert. Lebewesen mit vorteilhaften Mutationen werden dadurch gefördert, dass sie mehr Nachkommen haben, als ihre Artgenossen und diesen die „gute“ Mutation weiter vererben. Mutation kann jedoch immer nur schon vorhandene Strukturen verändern.

! Die Evolutionstheorie kann die Abwandlung von Strukturen und die Bevorzugung von gut angepassten Mutationen erklären, aber nicht, wie diese Strukturen das erste mal entstehen!

2. Nicht reduzierbare Komplexität

Das Konzept der nicht reduzierbaren Komplexität kann am Beispiel des Linsenauges auszugsweise demonstriert werden.

Beim Übergang vom Grubenauge zum Lochkameraauge zum Beispiel, hat der Organismus nur dann einen Vorteil, wenn „auf einmal“ Bildsehen möglich ist. Im Unterschied zum Grubenauge wird nämlich ein Bild auf die Rückseite des Auges projiziert. Ohne eine Art von „Bildverarbeitungssoftware“, durch die das Lebewesen „versteht“ was es „sieht“, gereichte die Entwicklung des Lochkameraauges zum Nachteil, da der Lichteinfall im Verhältnis zum gedachten Vorgängermodell reduziert würde. Eine nachteilige Mutation müsste jedoch sofort (!) aussortiert werden. Nicht nur, dass an dieser Stelle eine Neukonstruktion (Bildverarbeitung) stattfinden müsste, sie müsste auch zeitgleich mit der Ausbildung einer besonders kleinen Öffnung des Auges fallen und sie muss ad hoc funktionieren (ansonsten führte der Nachteil zu einer Eliminierung des Lebewesens samt der Mutation).

Die Entwicklung eines Linsenauges führt nicht an der Neukonstruktion der Linse selbst vorbei. Es gibt keine bekannte Vorstufe für diese komplexe Struktur. Erneut muss auf einen Schlag („zufällig“) durch Mutation eine Neukonstruktion erfolgen, die eine Linse mit Lichtbrechungsfunktion „erfindet“.

! Es gibt eine Reihe von Organgen, die in ihrer Komplexität nicht reduzierbar sind und für die es keine ausreichenden evolutiven Entwicklungsmodelle gibt (alle vorgeschlagenen Modelle scheitern sobald man Details einfordert)!

3. Die Ursuppe. Stanley Miller und Harold C. Urey führten bereits 1953 ein Experiment durch, in dem sie aus anorganischen Stoffen unter Zuführung von Energie Aminosäuren synthetisierten. Bis heute ist es jedoch nicht gelungen mit Miller-Urey-Experimenten die sogenannten Bausteine des Lebens, die Proteine, herzustellen. Vor allem anderen sei herausgestellt: Es entstehen immer lebensfeindliche Verbindungen, die verhindern, dass sich die Aminosäuren verketten und Proteine bilden. Selbst wenn die Herstellung von Proteinen geglückt wäre, handelte es sich dabei lediglich um Bausteine, die „zusammengesetzt“ werden müssten um Leben darzustellen.

! Der Beginn des Lebens ist bis heute ungeklärt!

Die Evolutionstheorie stellt also weder Mechanismen bereit, um die Entwicklung von neuen Strukturen (und damit letztlich die Entstehung von neuen Arten) zu erklären, noch gibt es zufriedenstellende Ansätze, wie das Leben an sich ohne Schöpfer entstanden sein könnte.

… und Praxis

1. Der Fossilbericht. Versteinerte Lebewesen, ihre konservierten Spuren und die Abfolge, in der sie in Sedimenten (Schichtgesteinen) bisher gefunden wurden, lassen sich teilweise recht schlüssig durch Abstammungsverhältnisse erklären. Probleme für die Evolutionstheorie stellen jedoch die nicht vorhandenen Stammbäume im Fossilbericht dar. Anstelle von Übergangsformen und kontinuierlicher Höherentwicklung, erinnern die paläontologischen Konstruktionen eher an Stammbüsche, denn an „Bäume“. An verschiedenen Stellen wird ein plötzliches Auftreten von ganzen Gruppen verwandter Arten dokumentiert, ohne, dass die erwarteten Bindeglieder gefunden werden (wodurch wieder die erwartete Baumstruktur gegeben wäre).

! Der Fossilbericht weist keine widerspruchslosen Stammbäume auf!

2. Missing Link. Ein schönes Beispiel für den Beweis, dass der Mensch vom Affen abstammt wurde kürzlich mit „Ida“ veröffentlicht (Darwinius masillae). Nach der großen Präsentation des Missing Links in der Öffentlichkeit, kam wenige Monate später der negative Bescheid: Bedeutungslose Nebenlinie.

Erstaunlicher Weise endeten alle bisher vorgeschlagenen Bindeglieder entweder als reine Affen (Australopitecus, Homo habilis) oder aber als vollwertige sozio-kulturelle Menschen.

! Bis heute ist der Missing Link nicht gefunden! Die Kuft zwischen Mensch und Affe wird eher größer und schärfer, als dass sie verschwimmt und mit Bindegliedern, die eine langsame Evolution belegen, gefüllt wird!

Alternativen

Die durch die Wissenschaft erhobenen Daten müssen immer auf der Grundlage von Annahmen gedeutet werden. Die Schöpfungswissenschaft bietet in etlichen Bereichen Alternativen zu den evolutionsgeprägten Interpretationen an. Einige wenige Beispiele…

1. Auch aus schöpfungswissenschaftlicher Sicht ist der Fossilbericht nicht einfach zu erklären. Einen viel versprechenden Ansatz stellt jedoch das Konzept der fossil nicht überlieferten Lebensräume dar. Nicht alle Lebewesen werden zu jeder Zeit fossil überliefert. M. Stephan führt eine erstaunliche Menge an Belegen für die Unvollständigkeit des Fossilberichts an (Stephan (2002)).

2. Bisher als Übergangsformen gedeutete Fossilien können wenigstens zum Teil auch als Bewohner von Übergangsökologien interpretiert werden (z. B. Landlebende Tiere, die im Flachwasserbereich jagten)

3. Es gibt eine ganze Reihe von Beispielen, in denen dieselben oder sehr ähnliche Merkmale bei Arten dokumentiert sind, die über keine verwandtschaftliche Beziehung verfügen. Die Evolutionstheorie interpretiert diese als Konvergenzen. Alternativ kann jedoch eben so gut ein Schöpfer angenommen werden, der nach einem Baukastensystem einmal erdachte Merkmale auf verschiedene Arten verteilt.

Fazit

Schöpfungswissenschaftliche Ansätze zur Erklärung von Fossilien und deren Merkmalen müssen sich keineswegs hinter evolutionstheoretischen Ansätzen verstecken! Die Evolutionstheorie ist weder wissenschaftlich bewiesen noch kann sie für wichtige Fragestellungen ausreichende Ansätze präsentieren.

Letztlich sollte unser Glaube aus einer persönlichen Beziehung zu Jesus kommen, denn auch die Schöpfungswissenschaft kann Gott nicht beweisen. Meldungen über die Evolutionstheorie brauchen uns aber nicht zu erschrecken, sondern müssen immer kritisch hinterfragt werden.

Weitergehende Literatur

R. Junker, H. Ullrich (2009): Darwins Rätsel – Schöpfung ohne Schöpfer? Hänssler Verlag. Holzgerlingen

M. Stephan (2002): Der Mensch und die geologische Zeittafel . Hänssler Verlag. Holzgerlingen

Ein schönes und umfangreiches FAQ zum Thema und noch viel mehr darüber hinaus:

http://www.genesisnet.info

Gute Zusammenfassungen zum Thema kann man hier finden:

http://www.wort-und-wissen.de/flyer.html

Dieser Artikel wurde geschrieben von: Simon Elfert

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