Jeder von uns steht in gewisser Weise in Beziehung zu Menschen z.B. mit Freunden oder Familie. Einige stehen sogar schon in Partnerschaft während die anderen noch davon träumen und wieder andere erst anfangen sich damit auseinander zu setzen.
In unserer Predigt ging es hauptsächlich um Beziehung in Partnerschaft, jedoch sind unsere Punkte trotzdem auf jegliche Arten von Beziehung anwendbar.
Beziehungen sind schwer zu führen – das muss uns keiner sagen. Überall findet man Menschen die Probleme haben eine gesunde Beziehung zu führen und nicht wenige scheitern an ihr. Wir sind einigen der am meisten gehörten Ratschläge oder Werte unserer Gesellschaft, bezüglich Beziehung nachgegangen um zu schauen ob sie wirklich so wertvoll für eine gesunde Beziehung sind.
Erstens: Unterm Strich – zähl ich!
Unsere Gesellschaft sagt – du – bist wichtiger als andere. Hauptsache es geht dir gut. Wenn das nicht gegeben ist hast du das Recht deine Umstände so zu verändern bis du dich wieder wohl fühlst. Immerhin ist es dein Leben.
Solches Denken ist schuld an den meisten zerbrochenen Beziehungen. Wenn wir Egoismus zu groß schreiben stehen die Chancen für eine gesunde Beziehung schlecht.
Dieser Egoismus hat seine Wurzeln beim Sündenfall. Durch die Sünde sind wir darauf bedacht unser sündiges, selbstsüchtiges Wesen zu befriedigen. Mit seinem Leben und dem Tod am Kreuz hat Jesus Christus genau diesen Egoismus überwunden, er hat sich aufgegeben, er hat für andere gelebt, er hat Beziehung zwischen Mensch und Gott ins Zentrum gestellt.
Galater 5, 24-25:
Wer zu Christus gehört, der hat sein selbstsüchtiges Wesen mit allen Leidenschaften und Begierden ans Kreuz geschlagen. Durch Gottes Geist haben wir neues Leben, darum lasst uns jetzt auch unser Leben in der Kraft des Geistes führen!
„Untern Strich zähl ich“, klingt vielleicht gut, aber wendet das mal radikal auf euren familiären Kontext oder auf euren Freundeskreis an. Es wird nicht lange dauern und du stehst vollkommen alleine da.
Unser Tipp: “Wenn du glücklich werden willst, solltest du nicht Heiraten (…/in Beziehung treten). Wenn du aber glücklich machen willst – schon!” (Walter Trobisch)
Eine Beziehung kann nur auf Dauer halten wenn die Nöte und Bedürfnisse des anderen in einem gesunden Maß berücksichtigt werden.
Macht euch in Bezug auf eure festen Beziehungen klar, ob ihr bereit seid zu lernen was es heißt zu lieben, sich selber aufzugeben und sich unterzuordnen und sein Leben für den anderen zu geben… denn dass verlangt eine Beziehung von dir ab!!!
Zweitens: Feel the Love – Liebe ist nur ein Gefühl
Die Gesellschaft sagt, Liebe ist ein Abenteuer voller guter Gefühle – Schmetterlinge im Bauch, Appetitlosigkeit, schlaflose Nächte, im 7. Himmel schweben, die rosarote Brille – alles ist schön und perfekt. Genieße sie solange sie da ist. Wenn sie weg ist such dir ein neues Abenteuer. Bindungen sind schlecht weil es keine Garantie für lebenslange Liebe gibt. Das Resultat ist, dass du einen hohen Preis bezahlst um ständig neue Schmetterlinge im Bauch zu verspüren. Liebe als Gefühl ist total kurzsichtig weil sie nur die Oberfläche deines Bedürfnisses nach Beziehung kratzt.
Diese hier beschriebene Liebe ist eine menschliche Liebe – man liebt, weil…
Die Liebe, die wir aus der Bibel kennen, kommt von Gott selber und ist nicht nur ein Gefühl, sondern eine Lebenshaltung – eine Entscheidung!
Gott liebt uns Menschen, obwohl wir sind wie wir sind – nicht weil, wir etwas können, sondern, weil Gott es will – weil er sich so entschieden hat. Jesus Christus ist für uns gestorben, nicht weil wir es verdient hätten, sondern obwohl wir den Tod verdient haben – er hat sich entschieden uns zu lieben.
Genauso ist Liebe in Beziehung eine Entscheidung. Verliebt sein bedeutet nicht zu Lieben: Verliebt sein ist „Ich liebe weil“ – zu Lieben ist „Ich liebe obwohl.“
Unser Tipp: „Liebe ist nicht das was wir fühlen, sondern das was wir tun“ (Walter Trobisch)
Liebe spiegelt sich in deiner Lebenshaltung dem anderen gegenüber wieder; zu lieben ist die Entscheidung, die du täglich für den anderen triffst und das was du bereit bist für den anderen zu geben bzw. zu tun – das ist gelebte Liebe.
Drittens: Kauf die Katze nicht im Sack!
Die Gesellschaft sagt: Probier alles aus. Du willst dich nicht an jemanden binden der deine Bedürfnisse nicht Stillen kann. Je jünger du dich und deine sexuelle Bedürfnisse kennst, desto erfüllter wirst du später in deinen Beziehungen. Kenne deinen Körper und versuch dich an verschieden Personen.
Wir sind geprägt von wechselnden Beziehungen und dem Wert, dass viele Erfahrungen im Bereich Beziehung uns glücklich machen werden.
Die Gesellschaft sagt, „kauf die Katze nicht im Sack!“ Aber genau das tun sie, indem sie nur auf Werte wie Aussehen, Attraktivität, Beruf, Intellekt oder sexuelle Befriedigung setzten. Auf Prinzipien, Charakterliche Stärken oder soziale Kompetenz wird oft nicht geachtet, auf Religiosität oder Geistlichkeit schon gar nicht.
Die sexuelle Befriedigung ist nicht die tiefste Befriedigung die ein Mensch braucht. Die seelische Befriedigung ist der Kern unseres Wohlbefindens. Daher ist es wichtiger einen Partner zu finden der wirklich bereit ist deine seelischen Bedürfnisse zu verstehen und auf dich einzugehen. Sucht euch eure Freund und eure Partner nach charakterlichen Eigenschaften und geistlichen Werten aus.
Unser Tipp: Kauf die Katze nicht im Sack indem du auf die richtigen Werte schaust und dir Zeit lässt.
Um jemanden kennenzulernen, musst du nicht sofort eine feste Beziehung eingehen. Lass dir Zeit und lass dich nicht von Medien, Freunden oder Familie drängen.
Mit Beziehungen ist nicht zu spaßen. Es geht hier um Menschen! In einer Beziehung, die Gott ehrt übernehmen wir Verantwortung für das geistliche und seelische Wohl einer anderen Person, in Gewisser Maßen, sogar über das körperliche Wohl – man ist auf dem Weg eins zu werden mit Körper, Seele und Geist.
Wenn du also nicht sicher bist, ob du diese Verantwortung für eine andere Person tragen kannst oder willst, dann bitte warte.
Viertens: Man lebt nur einmal!
Die Gesellschaft sagt: Das Leben ist kurz und du bekommst keine zweite Chance also nutze jede Gelegenheit solange du es kannst.
Dieses Statement ist nur bedingt wahr. Wir leben nicht nur einmal, wir leben ewig!!! Alles was wir tun nimmt Einfluss auf unsere Ewigkeit. Wir sollten uns die Frage stellen, „warum sind wir hier?“ und „was ist unser Ziel?“
Epheser 1, 11-12:
Weil wir nun zu Christus gehören, hat Gott uns schon im Voraus als seine Erben eingesetzt; denn was Gott einmal beschlossen hat, dass führt er auch aus. Jetzt sollen wir mit unserem Leben Gottes Herrlichkeit für alle sichtbar machen, wir die wir schon lange auf unseren Retter gewartet haben.
Wir sind Erben des ewigen Lebens schon hier auf der Erde. Es ist NICHT egal was wir hier treiben, denn alles hat eine Auswirkung auf unsere Bestimmung.
In unseren Beziehungen wird also sichtbar, wie sehr wir unser Leben nach Gott ausrichten und wie sehr wir uns von ihm lenken lassen. Spiegeln wir Liebe wieder im Umgang miteinander, spiegeln wir Jesus wieder. Das gilt für alle unsere Beziehungen und somit vor allem auch für die intimste Form einer Beziehung: Partnerschaft.
Unser Tipp: Jesus first!
Gott hat den Menschen als Beziehungsjunkie geschaffen, d.h. wir brauchen Beziehungen und auch Partnerschaft. Er hat Mann und Frau geschaffen, sich gegenseitig zu dienen und sich zu ergänzen, nicht, um den anderen auszunutzen oder nicht ernst zu nehmen.
Weil wir nicht nur einmal leben, sondern hier auf der Erde einen Auftrag haben, der auf ein ewiges Leben hinausläuft, dürfen wir keine Zeit verschwenden. Je früher wir uns radikal auf Jesus ausrichten, desto besser.
Die Bibel ist kein Regelheft, in dem wir Antworten auf unseren privaten Fragen nachschlagen können. Aber die Bibel gibt grundlegende Gebote, die sich auf ALLE Lebenssituationen beziehen und die uns helfen sollen Jesus ähnlicher zu werden.
Als erstes gilt also, wenn du es richtig machen willst, dann aus dem Wunsch und Verlangen heraus, Jesus ähnlicher zu werden und mit ihm zu leben. Alles andere wäre Gesetzlichkeit und somit wertlos für Jesus.
Wenn du Jesus liebst, willst du nach seinem Willen leben! „Liebe deinen Nächsten wir dich selbst“ ist das eine Gebot, dass Jesus uns gibt und über alle anderen stellt. In diesem Gebot geht es um nichts anderes, als um Beziehung und Partnerschaft.
Wenn wir unseren Nächsten, also unsere Mitmenschen lieben sollen, dann erst recht unseren Mitchristen, dann erst recht unsere Freunde und unsere Familie und vor allen anderen unseren Partner.


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