Am 10. Oktober habe ich in Achim über eine Frustration in meinem Glaubensleben gesprochen. Über die letzten Wochen habe ich viel darüber nachgedacht warum sich in meinem Umfeld so wenige Menschen zu Jesus Christus bekehren, obwohl ich doch mit Gottes Geist erfüllt bin und mir viel Mühe gebe sein Zeuge zu sein.
Als ich so mit Gott über dieses Thema gesprochen habe hat er seinen Finger auf drei Bereiche in meinem Leben gelegt die ich ändern soll wenn ich sehen möchte dass Menschen in meinem Umfeld Jesus kennen lernen. Es ist jetzt keine 3 Schritte Anleitung zum perfekten Evangelisten, aber definitiv 3 sehr wichtige Elemente die ich in meinem Leben neu überdenken und leben muss. In meiner Vorbereitung auf die Predigt in Achim hatte ich es so empfunden euch diese 3 Punkte als persönliche Bekenntnisse weiter zu geben. Hier sind sie kurz und knapp zusammen gefasst…
1. Bekenntnis: Ich liebe diese Welt
Im 1.Johannes 2:15-17 steht dass der der die Welt und die Dinge in dieser Welt liebt nicht gleichzeitig den Vater lieben kann. Nun ist es nicht so dass ich Probleme mit den großen Sünden wie Mord, wilden außerehelichen Sex, Diebstahl oder Habgier zu kämpfen habe, aber trotzdem passiert es sehr oft das ich meine Befriedigung in Weltlichen Dingen suche wie meine Hobbies, berufliche Ziele, Anschaffungen und Unterhaltung und andere Vergnügen. Alles keine schlechten Dinge und in erster Linie nichts Böses. Oft gerate ich aber in einen Teufelskreis mit diesen Dingen. Wenn ich bestimmte Ziele erreicht habe und eigentlich zufrieden sein sollte blickt alles in mir schon wieder auf neue Ziele und weitere Meilensteine. Das führt dazu dass ich schnell vergesse warum ich wirklich lebe und was unser eigentlicher Auftrag als Kinder Gottes ist.
Fazit: Ich möchte weniger tun – und mein Leben bewusster leben.
2.Bekenntnis: Mein Leben sieht religiös aus
Dadurch dass ich schon sehr lange Christ bin und sich meine Aktivitäten in der Gemeinde wöchentlich wiederholen passiert es oft dass sich mein aktives Glaubensleben auf den Gottesdienst, den Gebetsabend und meine persönliche Zeit mit Gott beschränkt. Wenn ich mit Menschen zusammen bin die Gott nicht kennen höre ich auf mit Gott zu rechnen. Obwohl ich kein Problem damit habe anderen zu erzählen das ich Christ bin, verhalte ich mich trotzdem anders – einfach nur weil sie es nicht nachvollziehen könnten. Daraus entsteht das Problem, das außenstehende Menschen ein verzerrtes Bild meines Glaubenslebens bekommen. Alles was sie an mir sehen sind bloß Religiöse Aktivitäten und vieleicht christliche Werte. Wenn es dann dazu kommt das wir über den Glauben reden dreht sich das Gespräch dann auch oft nur um Gemeinde und Werte und ich erwische mich dabei wie ich versuche ihr negatives Bild von Kirche zu korrigieren anstatt ihnen von Jesus zu erzählen.
Fazit: Ich möchte mit Gottes wirken auf der Arbeit und öffentlichen Plätzen rechnen und den Menschen Hoffnung vermitteln in dem ich ihnen von Jesus Christus erzähle anstatt sie in die Gemeinde zu locken um erst dort eine Begegnung mit Gott zu haben.
3.Bekenntnis: Ich bin feige
Als ich darüber Nachdachte warum ich so wenig wirklich Erzählenswertes mit Gott erlebe hat Gott mir gezeigt dass ich zu viel Wert auf Sicherheit lege. Wir Menschen haben ein Grundbedürfnis nach Sicherheit und das ist auch gut so. Sicherheit ist nicht schlecht. Jedoch sind wir hier in Deutschland ein so hohes Niveau an Sicherheit gewohnt das wir es nicht haben könne wenn etwas nicht unter unserer Kontrolle ist und wir nicht im Voraus sagen können was gleich passiert. Gott hat mich herausgefordert meine Sicherheiten abzulegen und ihm diesen Platz zu geben. No Risk – No Fun. Wenn ich mich niemals traue außergewöhnliche Dinge für Gott zu wagen, dann kann Gott auch keine großen Taten in meinem Leben vollbringen.
Fazit: Ich möchte Glaubensschritte gehen und mich auf Dinge einlassen die mir zu groß, zu schwer, oder zu teuer erscheinen. Wenn Gott mich ruft diese Dinge zu tun aber mein Verstand mir sagt dass es nicht Sicher ist, möchte ich es trotzdem wagen und zuschauen wie Gott seine treue zeigt. Diesen Punkt möchte ich so leben das die Menschen in meinem Umfeld die Gott nicht kennen, diese Dinge hautnah miterleben.
Ich hoffe ihr könnt euch in einigen Punkten selber wieder finden und seid inspiriert diese Dinge in eurem Leben auch zu hinterfragen. Ich möchte euch ermutigen euch auch auf diese Reise zu machen und euer Glaubensleben bewusster, öffentlicher und mutiger zu leben.


Hey Alex,
danke erstmal, dass du sowas ganz offen sagen kannst. Und ja ich konnte mich eigentlich i allen 3 Punkten wiederfinden. Leider konnte ich nicht in Achim sein. Aber dass ich es heir lesen konnte, hat mich echt zum nachdenken angeregt.
Danke und Gottes Segen im Überfluss
Alex, ich habe von vielen aus unserer Jugend gehört, dass deine Predigt in Achim echt gut war und viele sehr zum Nachdenken gebracht hat. Ich wär so gerne persönlich dabei gewesen, aber ich musste leider arbeiten. Danke, dass ich deine Predigt in Kurzform lesen durfte.
Ich mag persönliche Predigten mehr als Lehren (die auch sehr gut sind) da kann ich über mein eigenes Leben effektiver nachdenken und umsetzen.
Danke und Gottes Segen dir