Die Hütte

die  huetteEs gibt nicht viele Bücher, denen man das Prädikat phänomenal zuschreiben kann. Solche Bücher wie Sakrileg oder Harry Potter sind deshalb Phänomene, weil sie, angefangen beim einzelnen Leser, eine Leidenschaft zu entfesseln vermögen, die, langsam aber stetig, immer mehr Menschen in ihren Sog zieht, bis, ohne es zu ahnen, ein Lauffeuer um die ganze Welt geht, welches alle Menschen in ihren kollektiven Bann zieht.

Wenn die Hütte es nicht schon längst geschafft hat, treibt ihr anhaltender Erfolg sie unaufhaltsam voran – Und dieser Buch Tipp trägt seinen Teil dazu bei.

Zum Inhalt (aus Amazon):

Macks jüngste Tochter ist vor Jahren entführt und wahrscheinlich umgebracht worden. Ihre letzten Spuren hat man in einer Schutzhütte im Wald gefunden, in deren Nähe die Familie auf einem Ausflug campierte. Jetzt erhält Mack rätselhafte Einladungen, die ihn aus seiner tiefen Depression reißen, in der er mit Gott über den Verlust hadert. Diese Einladungen locken ihn in die Hütte, wo er an einem bemerkenswerten Wochenende Gott, Jesus und den Heiligen Geist persönlich trifft. In furiosen Dialogen mit Gott über das Böse und den Schmerz der Welt kommt Mack zu einem neuen Verständnis von Schöpfung und Christentum. Die Botschaft des Buches? Mack hatte Gottes Rolle in seinem Leben nicht nur unterschätzt, sondern falsch eingeschätzt. Der Verlust seiner Tochter ist eminent, aber das Leben geht nicht nur weiter, sondern es wird durch die Begegnung mit Gott um eine große Erfahrung bereichert. Mack beschreitet einen neuen Weg und hört auf, Gott immer nur zu beurteilen und ihn nur bei Tragödien in seinem Leben nach Gottes Rolle zu fragen. Es ist diese Botschaft, die Mack von Gott mitnimmt: „ Dass ich in der Lage bin, sogar aus entsetzlichen Tragödien noch unglaublich viel Gutes entstehen zu lassen, bedeutet nicht, dass ich die Tragödien orchestriere. Wenn ich sie für meine Zwecke nutze, heißt das auf keinen Fall, dass ich die Tragödien erschaffe oder sie benötige, um meine Absichten zu verfolgen [...] Für die Gnade ist es nicht erforderlich, dass Leid existiert, aber dort, wo Leiden ist, wirst du immer auch die Gnade finden, in vielen Facetten und Farben.“

Zum Gottesbild:

Wer hofft, Gott in einer Art und Weise kennen zu lernen, wie man ihn sich gewöhnlicherweise vorstellt, den muss ich enttäuschen. Vielleicht kann ich ihm aber auch gratulieren. Die unorthodoxe Weise, wie Gott-Vater, Jesus und der Heilige Geist uns in Erscheinung treten, ist eine Form, gegen die man sich zuweilen zwar immer wieder auflehnt, die man mit der Zeit aber mehr und mehr zu schätzen weiß. Letztlich sieht man sich gezwungen, Gott und die Vorstellung, die man von ihm hat, neu zu definieren.

Ich liebe die Hütte – weniger wegen dem tatsächlichen Wirklichkeitsgehalt, als vielmehr dem Wissen, dass diese Geschichte, die so voll ist mit weisen Antworten auf die quälenden Fragen des Lebens, die der Autor, William Paul Young, in den kunstvoll inszenierten Dialogen nicht anzusprechen scheut, dass diese Geschichte auf ihre Weise wahr und real ist. In einem Maße, wie nur wenige Bücher es schaffen, findet dieses Buch den direkten Weg ins Herz und besitzt die Fähigkeit, abhängig von der persönlichen Situation, Denken, Handeln und Leben zu verändern.

Kosten: 16,90€

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