Die Bibel ist ein rundum gelungenes Buch – nur leider scheint sie einen Makel zu haben: Das Gesetz. Wer will ernsthaft die Meinung aufrechterhalten, dass die Bibel ein Liebesbrief sei, wenn er sich den Gesetzen gegenübersieht. Insgesamt 613 Ge- und Verbote, von denen wir nicht einmal die berühmten Zehn halten können, erwecken eher den Eindruck, dass die Bibel ein Buch voll Regeln und Ordnungen ist, dass uns unser Leben im Detail diktieren will.
Natürlich – im Sinne einer unserem egoistischen Natural entsprechenden Wahrnehmung – empfinden wir das Gesetz als etwas Negatives. Das Gesetz weist unserem Ego, das seit dem Sündenfall auf unaufhaltsamen Expansionskurs ist, Schranken und Grenzen auf. Selbstverständlich muss sich da der Ich-Trieb aufregen, wird er doch durch das Gesetz eingeschränkt und in seiner freien Entfaltung gehindert.
“Du sollst nicht…” – diese drei Worte sind immer wieder ein Sargnagel für Freiheiten, deren Gewährleistung und Auslebung sicherszustellen das Ego als höchsten Auftrag hat. Wenn nicht, ist ihm etwas entgangen, es hat etwas verpasst, was es ohne das Gesetz zu tun in der Lage gewesen wäre.
“Wie sehr liebe ich dein Gesetz, den ganzen Tag denke ich darüber nach!” (Psalm 119, 97)
Was geht denn bei David ab? Wie kommt er auf die Idee, das Gesetz zu lieben, ist es doch gerade seine Beschränkung und Begrenzung!? Er, der selber so oft und in großem Stile gegen das Gesetz gehandelt hat ( u.a. Ehebruch und Mord), dieser König liebte das Gesetz und dachte den ganzen Tag darüber nach – aber warum?
Ganz einfach: weil das Gesetz gut ist. Warum? Betrachten wir einmal die zwei Zwecke des Gesetzes.
1.die Sünde zu entlarven (vgl. Römer 7,7)
2.uns zu beschützen
Das Gesetz ist kein Selbstzweck. Vielmehr dient es uns, indem es unsere Natur aufzeigt und ein Schutz sein will. Was wäre, wenn Gott von seinem Gebot “Du sollst nicht töten” Abstand nehmen würde? Eine kleine Relativierung und wir müssten uns alle um unser Leben sorgen.Oder wenn man plötzlich stehlen dürfte? Die marktwirtschaftliche Ordnung, in der wir leben, ist allein deshalb möglich, weil privater Besitz gesetzlich gesichert ist. Man könnte mit Beispielen beliebig fortfahren.
Was bleibt, ist die Erkenntnis der Gutartigkeit des Gesetzes. Also lasst uns unser Denken ändern. Wenn du dich ständig beschränkt oder benachteiligt fühlst, wenn du über das Gesetz nachdenkst, sollte hier ein bewusstes Umdenken geschehen. Menschen, die Gottes Gesetz erfüllen oder es zumindest versuchen, werden ihre Lebensqualität verbessert sehen. Versprochen
Predigt: Alex Friesen
Zusammenfassung: Temi Tesfay




Kann er eigentlich jedes Mal machen, oder nicht?
find ich auch. Temi das hast du super gemacht.
Sehr lesenswert!