Im Glauben stecken geblieben

Viele Gläubige machen einen guten Anfang im Glauben. Nach einem tollen Event haben sie Jesus als ihren Herrn angenommen und in ihren Herzen brannte das Feuer der ersten Liebe. Doch von Zeit zu Zeit wurde dieses Feuer weniger. So wenig, dass es nur noch eine kleine Flamme war. Dadurch gibt man sein Gebetsleben auf und der Besuch der Gemeindestunden (Hausgruppe und Jugendstunde) ist kein Bedürfnis mehr, sondern nur noch ein “Muss”. Manchmal nimmt auch der Alltag zu viel Zeit in ihrem Leben ein (Beruf, Kariere, Hobbys, Veranstaltungen, Sport, sonstige Verpflichtungen). Langsam aber sicher füttert man seinen Geist nicht mehr und weltliche Dinge nehmen die Oberhand in unserem Leben an. Vielleicht sagst du dir selbst: “Nein, so darf es mit mir nicht weitergehen!” Doch was sind die Gründe für das Steckenbleiben?

Ich will an dieser Stelle ein Beispiel geben. Jeder von uns war mal klein. Was wäre passiert, wenn unsere Eltern es vernachlässigt hätten, uns regelmäßig zu ernähren. Wenn es harmlos gekommen wäre, so wären wir unterentwickelt gewesen. Wäre es hart gekommen, so würden wir jetzt an dieser Stelle nicht mehr leben, weil wir verhungert wären.

Ist das nicht im Glaubensleben genauso?

Ich frage mich und dich nochmal: Ist es nicht bei uns genauso? Können wir von uns selber erwarten, dass wir topfit sind, wenn wir unseren Geist wie das letzte Stück Dreck behandeln? Wenn wir lieber unsere Social Communities (Schuelervz, Facebook und Myspace) mit Informationen füllen, wie es uns geht und was wir gerade machen, anstatt einmal am Tag auf die Knie zu gehen und unseren Heiland aufsuchen? Nein, das schreibe ich nicht mit einem erhobenen Zeigefinger zu dir, sondern ich sage es insbesondere zu mir. Ich wundere mich immer wieder, warum ich mich nicht erfüllt fühle, doch kenne ich den Grund genau. Mal wieder habe ich aufgrund von Schule oder anderen Dingen nicht den Weg zu meiner wahren Befreiung im Leben gesucht, sondern bin dem gefolgt, welches mich doch versucht hat, mal wieder zu verführen. Diese tollen Lockrufe. Nach einem langen, stressigen Tag ist es mir auch lieber, mich auf die Couch zu schmeißen, Fifa zu spielen und mit Freunden zu chatten und dabei Musik zu hören. Doch ist es nicht arm, dass ich zwei Tage ohne den auskomme, der Himmel und Erde erschaffen hat, der mir meine Sünden Tag für Tag vergibt? Oft rette ich mich dann von Wochenende zu Wochenende.

Hier geht es nicht darum, ob wir Christsein leben, sondern darum ob wir eine tiefe innige Beziehung zu unserem Erlöser führen. Das eine hat in dieser Situation nichts mit dem anderen zu tun. Es geht darum, dass wir unseren Baby-Glauben füttern und einen kräftigen geistlichen Körper kriegen und größere Mengen auf uns zunehmen können, um noch stärker zu werden. Öfters frage ich mich, wie man das machen soll.

Doch wie kriegen wir die Kehrtwende?

Wir haben uns einen stillen Platz zu suchen. So, dass wir unsere Knie beugen vor dem Herrn Jesus und im Gebet alles in Ordnung bringen. In Jakobus 4,10 steht geschrieben: “Demütiget euch vor dem Herrn, und er wird euch erhöhen.” Bereue und bedaure das, was dem Herrn bei dir nicht gefällt. Dann können wir uns gewiss sein: Das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, macht mich und dich rein von aller Sünde! Wir müssen aber unserem Heiland jede einzelne Sünden bekennen, sodass ein Neues bei dir und mir werden kann. Das ist dann der Tag, an dem der Herr sich dir neu offenbaren will. Das ist die Stunde, wo der Herr dir näher kommen will. Dies ist der Augenblick, wo er deine Schwierigkeiten in seine Hand nehmen will. Jesus sagte: “Bedenke nun, wovon du gefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke!” Ja, führe wieder ein Leben, das dem Herrn Freude bereitet. Brich mit der Sünde. Bekenne IHN in deiner Umgebung. Bekomme ein Herz dafür, dass dein bester Freund oder deine beste Freundin, mit dem/der du jeden Tag in der Schule Spaß hast, sich für oder gegen Gott entscheidet. Wie kannst du jeden Tag mit ihm/ihr Spaß haben, wenn du ihm/ihr das Beste auf der Welt verbirgst, obwohl er es haben könnte. Das ist genauso, wie wenn du jemanden kennst, der jedem auf der Welt einen Ferrari schenkt und du einen für dich beanspruchst, aber es deinem Freund vorenthältst, sodass du etwas hast, was er nicht hat. Viele werden jetzt sagen, was sagt er da, so ist das doch gar nicht. Ich aber glaube, dass wir in unserer Schönrederei genau das so schön geredet haben. Wir sollten ein Verlangen danach haben und im Gebet zu Gott kommen und dabei um das Herz des Freundes betteln. Dass er das Herz des Freundes verändert. Dann sollten wir aber nicht blind rumlaufen und die Situationen nicht nutzen und denken, alles käme vom Himmel gefallen. Ja, es bedeutet Veränderung, wenn man sich das vornimmt. Ist diese Veränderung aber nicht die Beste, die es geben kann?

Ich möchte noch einmal die zwei Aspekte zusammenfassen, die mir in diesem Artikel sehr wichtig sind.

1. Lasst uns darauf achten, dass wir an der wahren Energiequelle des Lebens anzapfen und unseren Geist nicht mit weltlichen Dingen füllen.

2. Bedenke nun, wovon du gefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke! Zeige deinen Freunden den kostbarsten Schatz, den man nur haben kann, auch wenn Freundin XY vor zwei Jahren sagte, sie glaube nicht an Gott. Bitte Gott darum und bemühe dich, wenn es dir am Herzen liegt.

Dies kann dein Umbruch sein, schlafe nicht!

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Eine Antwort auf Im Glauben stecken geblieben

  1. Julia sagt:

    Danke für diesen Artikel:)

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