Honig und Heuschrecken

Hallo liebe Jugendliche, mit diesem Artikel starten wir eine neue Kategorie; Nachgedacht. Nachgedacht ist eine Kollumne die in regelmäßigen Abständen anregt unser Leben, unsere Werte und unsere Ziele neu zu reflektieren. Viel Spaß beim Nachdenken und nun zum Artikel…

812719_39851423Honig und Heuschrecken
Die Sorge nach materiellem Wohlstand liegt in der Natur des Menschen. Doch leider neigen wir dazu, dass diese zweifellos berechtigte Sorge uns oftmals besorgt.

Grundsätzlich lassen sich zwei Arten von Besorgnis unterscheiden: Zunächst einmal die grundlegende Sorge, dass unsere Bedürfnisse befriedigt werden. Wenn wir uns in der Gewissheit wiegen, dass diese Bedürfnisse gedeckt sind, tendieren wir nicht selten dazu, uns darüber Gedanken zu machen, wie diese Bedürfnisse gestillt werden.  Und das kann zur Sorge werden. Wer kennt nicht die stets schwierige Situation in einem Restaurant, wenn man die Karte vor Augen sieht und bei der Entscheidung zwischen mehreren Gerichten fast einen Nervenzusammenbruch erleidet, weil die Qual der Wahl uns zu schaffen macht. Und Hand aufs Herz: Wenn wir neue Kleidung kaufen, würde niemand von uns den Weg zu Aldi oder kik finden. Warum? Weil wir uns sorgen, was  wir zum Anziehen haben.

Er aber, Johannes, hatte ein Kleid von Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Lenden; seine Speise aber war Heuschrecken und wilder Honig. (Matthäus 3,4)

Honig und Heuschrecken. Sogar die heutigen Obdachlosen  leben wie Gourmets, wenn man ihre Nahrung mit der von Johannes dem Täufer vergleicht. Und Johannes war nicht irgendjemand.

Von allen Menschen, die geboren wurden, ist keiner bedeutender als Johannes. (Matthäus 11,11)

Und doch war seine Speise mehr als spartanisch. Es kümmerte ihn nicht, was er aß, er war zufrieden,  dass er überhaupt aß. Daran sollten wir uns heute ein Beispiel nehmen.

Unsere Sorge nach Essen, Trinken und Kleidung ist zwar menschlich, die Art und Weise, wie wir mit ihr umgehen, oftmals aber weltlich. Das Problem liegt im Verständnis von materiellem Wohlstand. Als Christen sollten wir damit zufrieden sein, dass unsere Grundbedürfnisse gedeckt sind. Die Tatsache, dass die Art und Weise, wie sie gestillt werden, zur Sorge für uns wird, zeugt von einer überzogenen Vorstellung von Versorgung.

Wir können keinen Anspruch darauf erheben, dass wir so leben, wie wir es jetzt tun. Das, was wir verdienen, ist nichts. Das, was wir haben, ist definitiv mehr. Anstatt sich neue Sorgen zu machen, sollten wir uns gesegnet fühlen und dankbar sein.

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3 Antworten auf Honig und Heuschrecken

  1. Mathuraa sagt:

    Oft mache ich meinen Schrank oder die Kommode auf und stelle fest, dass ich nichts “vernünftiges” zum Anziehen habe. “Ich muss das nächste Mal, wenn ich wieder Geld habe, zu H&M und mir wieder neue Sachen holen. Und die für mich anscheinend “nicht vernünftigen” Sachen können ja zur nächsten KLeider-Geschenke-Aktion.”
    ich kann mich echt glücklich schätzen, dass meine Grundbedürfnisse gestillt sind und dass ich darüber hinaus gesegnet bin. Es gibt eine Bibelstelle im Neuentestament, Matthäus 6, 26:”Seht euch die Vögel an, sie säen nichts, sie ernten nichts und sammeln auch keine Vorräte. Euer Vater im Himmel versorgt sie. Meint ihr nicht, dass ihr ihm wichtiger seid?”
    Ich kann meinen himmlischen Vater vertrauen, denn er weiß, was ich brauche und ich brauche mir keine Sorgen machen;)

    danke temmy, durch den Text hast du mich wieder an meinen Vater als den Versorger erinnert.

  2. Franzi sagt:

    find ich auch ich schließ mich Freddy an… es ist nicht leicht auf jeden fall für mich sich keine Sorgen zu machen^^und ich dneke da müssen wir alle an uns arbeiten

  3. freddy sagt:

    Hey Temi, echt cooler Artikel. Ich freue mich schon auf den naechsten.

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