Wenn Sex, Drugs and Alcohol ein Zuhause hätten, wäre es die Disko. Nicht nur, aber vor allem deshalb ist die Frage nach der Akzeptanz von Diskotheken, die auf gesellschaftlicher Ebene schon längst ihr Ende gefunden hat, für uns Christen immer wieder populär und aktuell. In unserer Gesellschaft bereits salonfähig und unumstritten, hat sich die Diskofrage in den kirchlichen Diskussionen mittlerweile zu einer Streitfrage entwickelt, die unabhängig von der Konfessionszugehörigkeit auch innerkonfessionell unterschiedliche Ansichten hervorbringt. Ob der Schwierigkeit dieser Thematik ist sie interessant und für uns Christen relevant, weil mit ihr die übergeordnete Frage gestellt wird, wie ein Christ leben soll – und wie nicht.
Obwohl die Bibel keine direkte Antwort gibt, sollen im Folgenden einige Verse betrachtet werden, anhand derer wir uns dem Thema biblisch – und nur so richtig – nähern wollen:
„ Und David tanzte begeistert vor dem Herrn…“ (2. Samuel, 6,14)
Nicht nur bei David, sondern auch an vielen anderen Bibelstellen wird deutlich, dass Tanzen als ein Ausdruck des Danks und der Freude durchaus bei Gott seine Gunst findet. Die große Frage ist jedoch, wie und wofür man tanzt. Einheitlicher Konsens besteht ohne Zweifel darin, dass die Art und Weise des Tanzens, vor allen Dingen im Umgang mit dem anderen Geschlecht, bei Gott zum Anstoß werden kann. Laszivität ist keine christliche Tugend. Zum Ärgernis für Gott wird es nämlich dann, wenn wir durch unseren Tanz nicht ihn, sondern Götzen verherrlichen:
„ …als er dem Lager nahte und das Kalb und die Reigentänze sah, da entbrannte der Zorn Moses, und er warf die Tafeln aus seinen Händen und zerbrach sie unten am Berge. “ (2. Mose 32,19)
Tanzen kann zwar als Selbstzweck betrachtet werden, ist aber meistens ein Gefühlsausdruck der Freude. Da für uns Christen der einzige Grund unserer Freude in Gott ist, kann Tanzen für uns letztlich nichts anderes bedeuten als Lobpreistanz.
„ Es ist alles erlaubt, sagt ihr. Das mag stimmen, aber es ist nicht alles gut für euch. Diese Parole Es ist alles erlaubt darf aber nicht dazu führen, dass ich mich von etwas beherrschen lasse und meine Freiheit verliere.“ (1. Korinther 6,12)
In der Frage, ob man als Christ in die Disko darf, offenbart sich in dieser Bibelstelle aus dem ersten Korintherbrief ein Schlüsselvers, in dem viele pro-Argumentationen ihr Fundament haben. Es ist alles erlaubt. Christen dürfen in die Disko! Doch mit dem Zitat hört der 12. Vers nicht auf. Die Bibel bürgt uns zwar keine gesetzlichen Schranken auf, wohl aber moralische: Es ist nicht alles gut für uns. Die Bibel überträgt uns die Verantwortung für unser Handeln. Ob wir in die Disko gehen, liegt also in der Ermessenssache unseres Gewissens. Paulus aber warnt ausdrücklich vor dem Verlust unserer Selbstbeherrschung und folglich unserer Freiheit, wenn wir auf bestimmte Weisen handeln und uns auf Situationen einlassen, die unserem Glauben gefährlich werden könnten.
Die Diskothek ist ein besonderer Ort der Versuchung. Wenn man als Christ dort ist, wird man schnell mit Missbrauch von Alkohol und Drogen konfrontiert – und selber provoziert. Hinsichtlich der Fragestellung, ob man hingehen sollte, muss man sich also im Klaren sein, ob man selber überhaupt die geistige und geistliche Reife hat, dieses Risiko einzugehen.




Hey Temi, ein sehr guter Text.
Ich bin eine zeit lang auch in die Disco gegangen. da war ich glaub ich 18 oder 19 Jahre alt. Ich habe sehr schnell gemerkt,dass die Disco mir nur kurz die Freude gab, die ich brauchte. nach der Disco kam ich nur fertig und k.o. nach Hause und wollte am nächsten Tag auch nicht mehr in den Godi. Ich war viel zu müde…. das kennt doch jeder irgendwo…;)
Ich habe gemerkt, dass man sich automatisch gedanklich mit Dingen beschäftigt und wie sie einen im Unterbewusstsein beeinflussen.Einige sagten sogar:” In die Disco zu gehen ist Sünde, ist vom Teufel,….” Ich weiß, ich habe auch nur gesagt: “ach leude, ich gehe doch NUR tanzen, ich pass schon auf mich auf,….” aber letztendlich war ich doch offen für die weltlichen Einflüsse. ich beschreite die Aussage, in die Disco zu gehen ist eine Sünde. Ich sage, dass wenn man in die Disco geht, leichter verführt wird Sünde zu tun. ich kenne da eine coole Bibelstelle dazu, Jakobus 1, 14+15: “Jeder Mensch wird durch seine eigenen Begierden dazu verleitet, Böses zu tun. Wer seinen Begierden nachgibt, sündigt, und die vollzogene Sünde führt zum Tod.”
Das krasse bei dem ganzen war, dass ich mich so beeinflussen lassen habe, dass ich nicht mehr offen für Gott sein konnte oder auch er durch mich fließen konnte. Mein Kanal, der eigentlich nur für Gott offen sein sollte, war dicht von dem ganzen Müll, die ich mir bewusst oder auch unbewusst rein gezogen habe. Das selbe kann mir auch bei Filme schauen passieren.
Ich bin Gott so dankbar,dass er fähig ist meinen Dreck aus meinem Kanal raus zu waschen und mich neu mit seiner Liebe und Freude füllen kann.Und ich bin ihm so dankbar dafür, dass ich nirgends herumlaufen muss um mich befriedigen zu lassen, wenn ich weiß, dass Gott mich befriedigen kann
Ps.: ich habe es so erlebt und ich wünsche es für jeden Einzelnen es für sich zu prüfen,…übrigens ich tanze heute immer noch sehr gerne, dass wisst ihr ja,…;)