Dein Wille geschehe (Teil 2)

Baum

„Am Ende wird es nur zweierlei Arten von Menschen geben: Die, die zu Gott sagen: Dein Wille geschehe, und die, zu denen Gott am Ende sagt: Dein Wille geschehe.“

C.S. Lewis spricht vom Endgericht. Diejenigen, welche an den Herrn geglaubt haben und sich seinem Willen unterordneten, kommen in den Himmel. Alle anderen, die sich gegen Gott und seinen Willen entschieden haben, kommen in die Hölle.
Das Prinzip ist einfach. Wir haben die Wahl, Gott als unseren Herrn zu akzeptieren – oder eben nicht. Wenn wir es tun, dann ist dem nicht genüge getan, wenn wir „Gott ist mein Herr“ bekennen – und es bleibt nur beim Lippenbekenntnis. Denn wenn wir sagen, dass Gott unser Herr ist, akzeptieren wir gleichzeitig, dass wir seine Diener sind. Und wenn wir seine Diener sind, müssen wir uns seinem Willen unterordnen.

Häufig ist es aber so, dass unser Wille entgegen dem Gottes ist. Und nicht selten, wenn wir vor der Entscheidung zwischen seinem und unseren Willen stehen, zwischen Gehorsam und Ungehorsam, hat Gott das Nachsehen. Und das, obwohl wir seine Diener sind.

Das Problem ist unser Natural. Je weiter unser Wesen von dem Gottes entfernt ist, desto häufiger befindet sich auch unser Wille im Konflikt mit dem Gottes. Damit sein Wille und unser Wille sich nicht mehr konträr gegenüberstehen, muss unser Ich sich dem Wesen Gottes nähern. Nur dann können wir seinen Willen verstehen und sind eher in der Lage, ihm gehorsam zu sein.

“Weniger ich, mehr Gott” könnte man nun propagandistisch im Sinne eines Wahlslogans verlauten, wobei – wie so oft in der Politik – die Frage zu klären bleibt, wie dies geschehen kann und soll. Es ist in unserem Fall nun so, dass der Erkenntnis um die Notwendigkeit von Veränderung auch die Handlungsbereitschaft folgen sollte, nur leider zu oft nicht tut. Aber was könnte uns mehr in Tatendrang versetzen, als jene Aussicht, die Ewigkeit mit Gott verbringen zu dürfen?

Im Alltag sei es zu schwer, beklagen wir, immer den Willen Gottes zu tun. Es sei unmöglich, immer das Richtige zu tun. Aber: Lassen wir uns darauf ein? Überlegen wir ernsthaft, was Gottes Wille ist, warum er so ist und weshalb es besser wäre, seinem Willen Nachfolge zu leisten?

Viele kennen den Armbandspruch und versuchen ihre Lebensfragen danach zu orientieren: What Would Jesus Do (WWJD)? – Was würde Jesus tun?

Diese Frage darf nur rhetorisch, höchstens aber eine Erinnerung sein, da wir eigentlich wissen, was Jesus tun und sagen würde:

Aber nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen (Lukas 22,42)

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort auf Dein Wille geschehe (Teil 2)

  1. Julia sagt:

    Danke :)
    Letztens habe ich wieder über die WWJD Armbänder nachgedacht, udn mich erinnert, dass ich es getragen hab,als ich gerade frisch bekehrt war, immer drehte sich meine Frage drum, was würde Jesus tun, irgendwann war es so anscheinend zum Alltag gekommen, ich dachte ich entscheide mich schon nach dem Willen Gottes, Armband war iwann weg.
    Und irgendwann leider auch das Streben, Gottes Willen zu verfolgen, iwie war cih doch wieder bei meinem eigenen und habs nie gemerkt.
    Iwann kam ich an einen Punkt, wo es knallte, und ich bemerkte, Gott will es anders.
    In einer schwierigen situation, hab cih es wirklich von herzen ausgesproche, “Okay, Gott ich will das DEIN Wille geschehe”, anfangs nicht so leicht, aber es hat mcih sehr verändert.
    Heute versuche ich immer wieder Gottes Willen zu sehen, und ich erlebe, dass Gott mir Seinen Willen zeigt, wenn cih ihn wirklich folgen will…

    Danke für den Artikel, und das Erinnern!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>